

INTEGRATIVE THERAPIE
Die Integrative Psychotherapie ist eine moderne, wissenschaftlich fundierte Psychotherapieform.
Sie verbindet Methoden aus unterschiedlichen Therapieschulen und richtet sich nach den individuellen Bedürfnisseneines Menschen – statt nach einem starren Schema.
Ganzheitlich
Sie bezieht Körper, Gefühle, Gedanken und Beziehungen ein – weil seelisches Erleben nie nur „im Kopf“ stattfindet.
Vielfältig
Neben dem Gespräch können – je nach Anliegen und Passung – auch andere Methoden eingesetzt werden, z. B.:
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Körperwahrnehmung und Übungen (Atmung, Haltung, Bewegung)
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kreative Methoden (Schreiben, Malen)
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Rollenspiele und Perspektivwechsel
Individuell
Die Therapie wird gemeinsam gestaltet: Ziele, Tempo und Vorgehen orientieren sich daran, was für Sie sinnvoll und zumutbar ist.
Beziehungsorientiert
Veränderung entsteht oft in gelingender Beziehung – im therapeutischen Kontakt und im privaten Umfeld. Beziehung ist dabei nicht „nett“, sondern therapeutisch wirksam: Sie ermöglicht Sicherheit, neue Erfahrungen und Korrekturen alter Muster.
Ziel ist es, psychisches Leiden zu mindern, persönliche Entwicklung zu fördern und neue Perspektiven für das Leben zu eröffnen.

DAS LEIBKONZEPT DER INTEGRATIVEN THERAPIE
Das Leibkonzept ist eines von mehreren zentralen Konzepten der Integrativen Therapie.
Es unterscheidet sich bewusst von einem rein medizinisch-körperlichen Verständnis.
Unterschied: Körper – Leib
Körper meint den sichtbaren, messbaren Organismus – das, was die Medizin untersucht: Blutwerte, Organe, Muskeln.
Leib meint das erlebte Spüren: Wie ich mich von innen fühle, wie ich meinen Körper wahrnehme und wie ich in Beziehung zur Welt erlebe.
Beispiel
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Körper: Das Herz schlägt 80 Mal pro Minute.
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Leib: Ich spüre, dass mein Herz rast, wenn ich aufgeregt bin.
Warum ist das wichtig?
Viele psychische und psychosomatische Belastungen zeigen sich im Leib-Erleben:
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Druck in der Brust
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Anspannung im Bauch
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Enge im Hals
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innere Unruhe, Erstarrung oder Leere
Die Integrative Therapie nimmt diese Signale ernst, weil sie oft Hinweise geben auf Gefühle,
Bedürfnisse und ungelöste Konflikte – auch dann, wenn dafür noch keine Worte da sind.
Therapeutisches Arbeiten mit dem Leib
Je nach Thema und Komfort können unterschiedliche Zugänge hilfreich sein:
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Körperwahrnehmung (Atmung, Haltung, Bewegung, Spannung/Entspannung)
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Ausdruck über den Körper (Gestik, Stimme, kreativer Ausdruck, Rollenspiel)
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Reflexion: Was bedeutet das, was ich gerade spüre? Wozu gehört es? Was braucht es?
Kernidee
Der Mensch ist nicht nur ein Körper, den er „hat“ – er ist auch ein Leib: ein fühlendes, erlebendes Wesen.
Die Integrative Therapie versucht, beide Ebenen zusammenzubringen:
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die objektive Sicht (medizinisch messbar)
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und die subjektive Erfahrung (inneres Erleben)